1780 wurde vom letzten Abt der Echternacher Benediktinerabtei, dem baufreudigen Emmanuel Limpach, das Schloss als Verwaltungssitz der Hütte und Sommerhaus des Abtes errichtet. Architekt war der aus Österreich stammende Paul Mungenast.
Nur wenige Jahre erfreuten sich die Mönche ihres Barockschlosses. 1794 besetzten französische Revolutionstruppen Echternach und Weilerbach. Das Schloss wurde mitsamt der Hütte versteigert. Unter den ersten privaten Besitzern ragte Nicolas Vincent Legier (+ 1827), Direktoriumsmitglied für das Wälderdepartement, hervor. Zwischen 1832 und 1986 war die luxemburgische Industriellenfamilie Servais Eigentümer der Liegenschaft, die nach einem Zwischenerwerb durch ein Wohnungsbaunternehmen aus Trier schließlich im Jahre 1992 in das Eigentum des Landkreises Bitburg-Prüm wechselte.
1944 wurde das Schloss, welches die Familie Servais 1930 noch grundlegend Instand gesetzt hatte, im Rahmen der Ardennenoffensive stark kriegsbeschädigt und stand in der Folgezeit leer und war damit dem Verfall preisgegeben. Erst nach dem Verkauf an die Gewerbebau und Treuhand GmbH (gbt), Trier, wurde mit den Sanierungsarbeiten begonnen. 1992 erwarb der Landkreis Bitburg-Prüm das inzwischen wiederaufgebaute Schloss. Es ist seit 1994 größtenteils vermietet und deshalb nicht zugänglich. Im Festsaal finden seit 1995 die Weilerbacher Schlosskonzerte statt. Auch für standesamtliche Trauungen ist er sehr beliebt.
Weilerbach ist bekannt durch das « Institut Heliar », ein Pflegehaus für Genesende, das vor einigen Jahren vom luxbg. Staat übernommen wurde und im Rahmen einer Reorganisation des Gesundheitswesens in eine Asylantenherberge umfunktionniert wurde.
Die heutige Fussgängerbrücke über die Sauer bildete bis zum 2. Weltkrieg eine Verbindung zur einst blühenden « Weilerbacher Hütte ». Ueber Schienen zogen Pferde die Wagen mit dem Rohmaterial, das mit der Prinz Heinrich Bahn nach Weilerbach geliefert wurde, in die Schmieden, die seit 1815 zur deutschen Seite gehörten.
Diese Verbindungsbrücke wurde nach, einem Grosskaufmann und Mäzen aus Hamburg benannt, der als Wegbereiter der Naturparke gilt. Nach Töpfer sollten Naturparke geschaffen werden, « mit der Aufgabe und dem Ziel, Natur und Landschaft zu schützen und gleichzeitig Menschen Erholungsmöglichkeiten zu bieten ».
Der deutsch luxemburgische Naturpark wurde 1964 als erster grenzüberschreitender Naturpark gegründet. Der südliche Teil, bestehend aus der Südeifel und der Kleinen Luxemburger Schweiz bildet ein Kernstück dieses bereits oftmals prämierten Naturparks. Die Alfred Töpfer Wanderbrücke kann als Symbol von Völker verbindenden Bemühungen gelten.
Weilerbach liegt nur knapp 3 km vom Kantonalhauptort Echternach entfernt, das sehr gut zu Fuss über die Sauerpromenade erreicht werden kann. Als Sektion der Gemeinde Berdorf, wird Weilerbach auch touristisch vom Berdorfer Verkehrsverein betreut. www.berdorf.lu
in luftiger Höhe, bietet dem Wanderer auf dem Rundwanderweg B8 einen phantastischen Blick ins Sauertal mit Echternach im Hintergrund, und Schloss Weilerbach direkt gegenüber auf dem deutschen Sauerufer liegend.
1780 ließ Abt Emanuel Limpach das Schloss als Sommerresidenz und Verwaltungssitz der Eisenhütte errichten.
Nach der französischen Revolution erwarb 1797 der französische Kommissar Nicolas Vincent Légier Hütte und Schloss.
Seit 1832 war die Anlage Eigentum der Luxemburger Familie Servais. Die Entwicklung der Eisenhütte unterlag in besonderer Weise der wechselnden politischen Zugehörigkeit der Absatzgebiete. Um 1850 war sie ein Musterbetrieb im Eifelraum. 1840 waren 134, später bis zu 220 Arbeiter hier beschäftigt. Nach dem 1. Weltkrieg begann der Niedergang; nach 1945 wurde nur mehr eingeschränkt produziert. 1958 wurde der Betrieb eingestellt. Von der Weilerbacher Hütte hergestellte Produkte Hergestellt wurden Roheisen, Gußeisen und Schmiedeeisen, seit 1841 auch Stahl. Ein Teil des Eisens wurde zu Fertigprodukten, wie landwirtschaftlichen Geräten, weiterverarbeitet. Bekannt sind bis heute besonders Takenplatten und Öfen aus Gußeisen.
Weilerbacher Öfen
Die Öfen zeigen eindrucksvoll die Entwicklung vom herrschaftlichen Schmuckstück zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand. In den vielfältigen Schmuckmotiven spiegeln sich die religiösen, politischen, mythologischen und kulturellen Vorstellungen der Zeit.
Takenplatten
In den Bauernhäusern der Region lagen Küche und Stube nebeneinander. Die Takenplatte war in eine Öffnung in der dazwischen liegenden Wand eingelassen. Sie vermittelte die Wärme des offenen Herdfeuers von der Küche in die angrenzende Stube.
Landwirtschaftliche Geräte
Nach 1850 hatte die Hütte großen Erfolg mit selbst konstruierten landwirtschaftlichen Geräten, wie Dreschmaschinen, Kelter und Schrotmühlen. Auf der Kunst- und Gewerbeausstellung 1854 in Trier erhielten ein Haferbrecher und ein neu konstruierter Handrechen hohes Lob.h
1797erwarb nach der französischen Revolution der französische Kommissar Nicolas Vincent Légier Hüüte und Schloss.
1832 – 1986war die Anlage Eigentum der Luxemburger Familie Servais.1840beschäftigte die Hütte 134, später bis zu 220 Arbeiter.
1986erwarb die gbt Gewerbebau und Treuhand AG, Trier, Schloss, Hütte und dazugehörige Liegenschaften.
1987 bis 1992erfolgte Wiederaufbau und Instandsetzung von Schloss und Garten.
seit 1991befindet sich die Anlage im Besitz des Landkreises Bitburg-Prüm.
1993 bis 1997erfolgte die Restaurierung der Gartenhäuser, des Pfortenhauses, des Verwalterhauses und der Remise.seit 1999werden Sicherungsarbeiten an den Resten der früheren Hütte durchgeführt.
Der 25. Jul ist der Namenstag des hl. Jakobus, Schutzpatron der Pilger und Wanderer. Wanderungen auf den Jakobswegen nach Santiago de Compostela liegen nicht nur nach Harpe Kerkelings “Ich bin dann mal weg” im Trend.
“Gusti” organisiert seit seinem Bestehen jedes Jahr eine “Wanderung am Jakobustag” und zwar abwechselnd auf luxemburgischer und deutscher Seite. In diesem Jahr steigt also schon die vierte Auflage.
Sie wird die Wanderer von Weilerbach an der Untersauer aus zur Liboriuskapelle führen. Die Besonderheit dieses “Gusti” - Wandervorschlages ist die Einplanung eines besinnlichen Momentes in einer historischen oder legendenträchtigen Kapelle oder Kleinkirche. Das wird in diesem Jahr wohl die Liboriuskapelle sein, die hoch über Echternach auf einem Felsvorsprung auf deutscher Seite quasi als Wahrzeichen zu erblicken ist. Ein zusätzlicher Höhepunkt des Wandertages stellt dieses Jahr die Enthüllung der „Jakobusstele“ beim Startpunkt an der Wanderbrücke in Weilerbach dar: An diesem Punkt vereinigen sich nämlich die zwei offiziell ausgeschilderten Jakobuswege aus den Ardennen und der Eifel.
Wie letztes Jahr wird auch ein braves Eselpaar den Wanderzug begleiten und gerne die Rucksäcke der Teilnehmer tragen.