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Igeler Säule

Im Zentrum der Gemeinde Igel erhebt sich die Igeler Säule, das besterhaltene Pfeilergrabmal nördlich der Alpen. Es ist aus rotem Sandstein errichtet. Es misst 23 Meter und ist überreich mit Reliefs geschmückt. Die sogenannte Igeler Säule wurde von der hier ansässigen Tuchhändlerfamilie der Secundinier in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts erbaut. Die Gebrüder Lucius Secundinius Aventinus und Lucius Secundinius Securus haben das Monument zu ihren Lebzeiten für sich und ihre verstorbenen Angehörigen errichtet. Das reiche Bildwerk umfasst u. a. ein Familienbild der Secundinier und mythologische Darstellungen. Darüber hinaus sind Szenen aus dem häuslichen Leben der Familie zu sehen. Das ursprünglich farbig gestaltete Denkmal hatte neben der Erinnerung an die Toten der Familie wohl auch den Zweck, werbend auf das Tuchgeschäft der Secundinier in der Stadt Trier hinzuweisen. Seine Erhaltung verdankt das Grabmal einer mittelalterlichen Legende, wonach das Hauptbild auf der Südseite die Vermählung des Constantius Chlorus mit der Heiligen Helena, der Mutter Konstantins des Großen, zeigen soll. Durch diese Interpretation genoss das Monument den Schutz der katholischen Kirche. Die Igeler Säule zählt zu den wertvollsten Baudenkmälern der römischen Geschichte. 1986 wurde sie zusammen mit den wichtigsten römischen Baudenkmälern der Stadt Trier auf die UNESCO-Liste „Erbe der Welt“ gesetzt. Eine in Farbe gefasste Nachbildung der Igeler Säule ist im Rheinischen Landesmuseum, Trier, zu sehen.


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