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Willibrordkulturweg - 2. Weilerbacher Schloss

Gleich einem verwunschenen Märchenschloss aus fernen Zeiten leuchtet das Weilerbacher Schloss versteckt aus dem lichten Mischwald zu dem Vorbeifahrenden herüber. Nicht wenige sind überrascht, mittem im Wald einen solchen Bau zu finden.

1780 wurde die Rokokoanlage inmitten scheinbarer Waldeinsamkeit vollendet und diente dem letzten Echternacher Abt, Emmanuel Limpach (1722-1793), als Sommerresidenz. Der auf E-formigem Grundriss errichtete zweigeschossige, zur Schauseite hin reichornamentierte Prunkbau besteht aus einem Mittelrisalit mit geschwungener Freitreppe, gekrönt von einem Glockentürmchen, und den beiden flankierenden Eckrisaliten.

Doch still und abgeschieden war es zur Zeit des letzten Echternacher Abtes hier kaum. Das Land unterhalb des Schlosses war gerodet, ein Hüttenwerk aus verschiedenen Gebäuden bestehend im Talgrund angesiedelt: lärmig-gescghäftiges Treiben herrschten im Schneidwerk und Schlackenpochwerk, in der Schmelze und Formerei. Erst 1960 wurde das unrentabel gewordene Werk geschlossen.

Schon 1716 hatte ein Privatmann auf diesem zur Abtei gehörigen Gelände eine Schmiede gegründet, die aber unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten litt, so dass das Kloster den Betrieb 1762 erwarb. Den Vertrag unterschrieb der damalige Vermögensverwalter der Mönche, Bruder Limpach. Selbst 1775 zum Abt gewählt, betrieb er zügig den Auf- und Ausbau einer Giesserei und Schmiede.

Wenn auch kein Ort geistlicher Einkehr und stiller, abgeschiedener Betrachtung, wohl aber zum Klosterbesitz gehörend, beleuchtet das Schloss einen weiteren Aspekt der Ausstrahlungskraft und Bedeutung der einstigen Abtei für unsere Gegend - nämlich den wirtschaftlichen. Wir stehen am Anfang der Industrialisierung Europas, und wie diese Hütte zeigt, erkannten die Mönche sehr früh deren Bedeutung für die Zukunft und wirkten auf ihre Weise an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes mit. Aus solchen Anfängen, wie sie im Nordwesten Luxemburgs auch von der Abtei Orval betrieben wurden, entwickelt sich im Laufe des 19. Jahrhunderts das für die luxemburgisch-französisch-deutsche Grenzregion bis weit in das vergangene Jahrhundert hinein so bedeutsame Eisenhüttenwesen, die spätere Montan-Union.

Nach dem Ende der Abtei wurde der Besitz erst konfisziert, dann privatisiert. Im 2. Weltkrieg stark beschädigt und anschliessend nur notdürftig bedacht und wiederhergestellt, drohte das Schloss zur Ruine zu verkommen und unterzugehen. Doch dank überregionaler Initiativen konnten zwischen 1987 und 1992 das Mauerwerk gesichert und der gesamte Bau grundlegend renoviert werden. Seitdem erstrahlt das Schloss wieder in seinem alten Glanz, während die meisten Gebäude der einstigen Werksnalage sich nurmehr als Ruinen malerisch im Gelände gruppiert erhalten haben und das Ganze wie einen kleinen, von englischer Ruinenromantik geprägten Landschaftsgarten ausschauen lassen. "Text von Frank-Oliver Hahn".

"Diese Texte wurden übernommen aus der Schrift: "Willibrordkulturweg 658-2008 - Auf den Spuren des Heiligen beidseits der Sauer", Hrsg.: Kath. Pfarramt St. Hubertus, Rathausstr. 2, 54636 Wolsfeld".

Dort kann das entsprechende Führerheft (Umfang 48 S., durchgehend farbig bebildert, 1 Karte) für 3 € Unkostenbeitrag (plus Versandkosten) bezogen werden. Tel.: 00 49 65 68 / 9 31 31.

Willibrordkulturweg

Der deutsch - luxemburgische Felsenweg (20 km) "gelbe Route"

Bemerkung: Der deutsch - luxemburgische Felsenweg kann auch von Berdorf aus in Angriff genommen werden. ( Einstieg Parking Amphitheater )

Die nachfolgende Wegbeschreibung hat als Ausgangspunkt jedoch Weilerbach

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Rundwanderung B17 (5 km)

der « Vogelpfad »

Auf kürzester Distanz durchwandern wir Biotope, die von zahlreichen Vogelarten als geeigneter Lebensraum angenommen werden. Überalterte Streuobstwiesen, Schafsweiden, undurchdringliches Schwarzdorngestrüpp, Nadel- und Laubwald, offene Landschaft, Ufervegetation und Flusslauf auf engstem Raum aneinandergereiht, bürgen für die Vielfalt.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz vor der Dorfkirche in Bollendorf - Brück. Der erste Teil ist mit Hinweisschildchen gekennzeichnet, in die eine Vogelsilhouette (Heckenbraunelle) eingefräst ist. Der Pfad führt parallel zur Verkehrsstrasse Echternach - Diekirch nach Weilerbach. Dort wird die Uferpromenade zur Rückkehr vorgeschlagen. Eine empfehlenswerte Alternative stellt der Uferweg auf der deutschen dar, der jenseits der Afred Töpfer – Brücke beginnt. Dadurch ist die Gelegenheit gegeben, die ornithologischen Beobachtungen zusätzlich durch den « Fischlehrpfad » zu ergänzen. Ornithologisch besonders wertvoll ist die Inselzunge « Lafewier », die auf etwa halbem Weg den Flusslauf teilt. Folgende Vogelarten wurden auf dem « Vogelpfad » festgestellt: Kohl-, Blau-, Sumpf-, Tannen-, Hauben- und Schwanzmeise, Buch- und Grünfink, Goldhähnchen und Zaunkönig, Gimpel, Heckenbraunelle und Rotkehlchen, Amsel, Drossel, Star, Grünspecht, Buntspecht und Wendehals, Steinkauz und Eichelhäher, Baumläufer und Kleiber, am Sauerufer zeitweise Wasseramsel und Eisvogel, Sumpfrohrsänger, Teichhuhn. Die Stockente kommt häufig vor. Selbstverständlich fehlen die häufigeren Arten wie Hausspatz und Feldsperling, Bachstelze, Rauch- und Mehlschwalbe, Zilzalp und Laubsänger sowie Rotschwanz und Grasmücke in den Sommermonaten nicht.Der Vogelpfad wird jedenfalls den Erwartungen des Vogelfreundes gerecht werden.

N.B. Der Pfad kann auch von Weilerbach aus (Töpfer-Brücke) in Angriff genommen werden.


Dauer : wegen Beobachtungsinteresse nicht festgelegt
Schwierigkeitsgrad : null
Ausgangspunkt ü/M : 170 m
Höchstpunkt ü/M : 180 m
Tiefstpunkt ü/M : 167 m

GPS Daten bei GPSies

© Text: Edm. Steyer
© Fond de carte: Origine Administration du Cadastre et de la Topographie Luxembourg (ACT) Autorisation de publication du 19 mai 2005

„Komm, trau dech, trëppel mat!“ im Sauertal

Parking: Schloss Weilerbach
14.00 h -Start im Schlossgarten Weilerbach
6,2 km

Über einen gut begehbaren Wanderweg, der gleichzeitig auch als "Naturwanderpark delux" ausgewiesen ist, wandern wir bis zum Gutenbach. Über den Anstieg erreichen wir das Wasserkraftwerk von Henri Tudor und können die Überreste vom Turbinenhaus betrachten.  Mit dem erzeugten Strom wurde damals Ernzen mit Lichtstrom versorgt. Weiter gehts bergab ins Sauertal und über den Uferwanderweg entlang der Sauer bis zur Töpferbrücke. Über die alte Ferschweilerstraße erreichen wir das Schloß, mit anschliessender Einkehr im Cafe Remise.

Gutes Schuhwerk erforderlich

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