Das Mittlere Prümtal (19 km)

Dauer:
19 km - 5 Stunden
Empfiehlt sich als Tageswanderung.

Die sehr abwechslungsreiche Prümtalroute führt Sie durch das landschaftlich reizvolle Prümtal, welches durch wunderschöne Schleifen, die sogenannten Mäander geprägt ist. Ihr zu Hause finden hier auch der Biber sowie die Mufflons.

Start:
Vom Ausgangspunkt Parkplatz Stausee Bitburg führt die Route am Ufer des Stausees (Weg Nr. A und R) über die Staumauer bis zur Einsiedelei. Weiter geht es auf einem mittlereren Höhenweg durch den Hammer Büsch mit einer herrlichen Aussicht auf die spätmittelalterliche Wehranlage Schloss Hamm. Weiter geht es durch das Dirbesbachtal, gefolgt vom Abstieg ins Prümtal nach Echtershausen. Längs der Prüm gelangen wir zum ehemaligen Schloss und zur einstigen Eisenhütte Merkeshausen, heute ein Forstgut im Besitz der Bitburger Brauerei. Der Weg führt uns über die Prümbrücke zurück, am Aussichtsfelsen „Scheel Sick“ vorbei (Weg Nr. A und R sowie Hauptwanderweg Nr. 5 des Eifelvereins). Kurz vor Echtershausen verlassen wir das Prümtal und gehen hinauf (Hauptwanderweg Nr. 5 des Eifelvereins) bis unterhalb des Gipfelkreuzes Ringelstein (Weg Nr. A und 72) und folgen dem schmalen Pfad (Weg Nr. 72) zurück zum Stausee. Die Schönheit und Vielfalt des Prümtals wird Sie begeistern.

Stausee Bitburg

Der im landschaftlich reizvollen Tal der Prüm gelegene 35 ha große Stausee bei Biersdorf ist ein beliebtes Ausflugsziel und das touristische Zentrum der Südeifel. Vor der Errichtung des Sees mit der Funktion eines Hochwasserrückhaltebecken war diese Stelle, an der sich das enge und tief eingeschnittene Prümtal zu einer Talmulde öffnet, früher immer hochwassergefährdet. In den wärmeren Monaten bietet der Stausee viele verschiedene Möglichkeiten den Tag zu gestalten. Erholungssuchende kommen bei zahlreichen Freizeitaktivitäten, wie Rudern, Paddeln, Surfen, Tretbootfahren, Inlineskaten, Badminton oder Fahrrad fahren voll auf ihre Kosten. Weiterhin laden auch die rund fünf Kilometer lange Seeuferpromenade oder die verschiedenen Rundwege zu Spaziergängen ein. Sportlich betätigen können Sie sich auf den drei Nordic-Walking-Routen mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden. Im Sommer ist die große Fontäne in der Mitte des Sees eine besondere Attraktion. In direkter Nähe befinden sich mehrere Hotels, Gaststätten, Cafés und Restaurants.

Kulturdenkmal Einsiedelei
Die schlichte rechteckige Kapelle wurde 1923 von Jakob Leisen - er lebte seit 1906 in den Wäldern bei Wiersdorf - auf einen Wiesenhang westlich der Prüm erbaut. 1927 wurde unterhalb der Kapelle eine Lourdes-Grotte angelegt, 1929/30 die Mariensäule aus roten Sandsteinquadern errichtet und 1931 wurden 14 Kreuzwegstationen von dem Bildhauer Franz-Josef Leisen aus Wißmannsdorf geschaffen. Die Einsiedelei ist heute für die vielen Besucher eine Stätte der Ruhe, Besinnung und zum Gebet. Zahlreiche Prozessionen aus den umliegenden Pfarrgemeinden führen immer wieder hierher.

Schloss Hamm
Die spätmittelalterliche Wehranlage aus dem 14. Jahrhundert ist die größte der noch privat bewohnten Burgen in der Eifel. Schloss Hamm befindet sich auf einem langgestreckten, von der Prüm umflossenen Bergsporn und umfasst heute ein Haupthaus mit zwei hohen Wehrtürmen, eine Barockkapelle, einen gotischen Saal, die Wehrmauer sowie einen Berghof und diverse Nebengebäude. Diese Gebäude stammen aus dem 14. Jahrhundert. Ein Teil des Haupthauses wurde 1945 aufgrund eines Brandes stark beschädigt und durch einen Neubau ersetzt. Das Schloss Hamm ist bekannt für seine Kulturveranstaltungen. In der Nähe befindet sich auch ein Feldbogenschützenpark.

Echtershausen

Das beschauliche Dörfchen liegt am nordwestlichen Stauseeausläufer, östlich der Prüm. 1325 erstmals urkundlich erwähnt, zählte Echtershausen bis zur französischen Besatzungszeit zur luxemburgischen Herrschaft Hamm. Im Bereich der Ortsmitte befindet sich ein Schieferfelsen, der an den früher westlichen Verlauf der Prüm erinnert. Sehenswert sind daneben auch eine Kapelle aus dem Jahre 1892 und die über die Gemarkung verteilten, landwirtschaftlichen Hofstellen.

Schloss Merkeshausen
Das heutige Forstgut war ehemals eine Eisenhütte, die aufgrund einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage im Jahre 1872 stillgelegt wurde. Im Jahre 1779 erteilte der Luxemburgische Provinzialrat dem Unternehmer Nikolaus Loutz, die Genehmigung, in dem unbewohnten und schwer zugänglichen Prümtal einen Hochofen und eine Schmiede zu errichten, um dadurch die Erzminen bei Altscheid leichter ausbeuten zu können. Das Waldgebiet Herrenheck rechts der Prüm erfüllte mit dem Vorkommen von Brauneisen, Holzkohle zum Schmelzen der Erze sowie Wasserkraft zum Betreiben der Werke optimale Voraussetzungen für den Hüttenbetrieb. Nach der Stilllegung (1872) wurde die Hütte samt der Konzession, Ländereien und Waldgebiete versteigert und erhielt als neuen Besitzer den Staatsminister a. D. Viktor Tesch aus Brüssel. 20 Jahre später wurde auf dem Grundstück das Schloss Merkeshausen mit einem Haupthaus, Verwalterhaus, Försterei sowie Nebengebäuden und einem Park errichtet. Seit 1933 ist das Anwesen im Besitz Bitburger Brauerei. Bis heute erhalten geblieben sind die Försterei sowie das Verwalterhaus mit Wohnhaus, Torturm und Nebengebäude.

Prümschleifen
In den letzten 20 Millionen Jahren entstanden in der Südeifel u. a. die Flusstäler der Sauer, Nims, Prüm und Kyll. Bei ihrer Entstehung gruben sie sich auf ihrem Weg nach Süden durch das Schiefergestein und mussten aufgrund zahlreicher Hindernisse häufig ihre Fließrichtungen ändern. Die von den Flüssen mitgeführten Erd- und Gesteinsmassen lagerten sich oftmals in deren Betten ab, so dass auch hier Wege versperrt wurden und sich die Läufe veränderten. Auf diese Weise entstanden Schleifen, die sogenannten Mäander,  Durchbrüche, Talweitungen und Terrassen. Ein schönes Beispiel für diese Naturkräfte bieten die Schleifen im Mittleren Prümtal.

Mehr Infos

Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz